(Transnationale) Kooperationsprojekte

Förderung des (internationalen) Wissenstransfers durch ein transnationales Kooperationsprojekt “Time for inter-action” (2017-2018)

 

Eine Initiative für neue Perspektiven für die lokale Jugend mit oder ohne Flüchtlingshintergrund im ländlichen Raum. Dieses transnationale LEADER-Projekt soll dem Austausch und dem Wissenstransfer zwischen drei europäischen Ländern dienen.

 

Dauer: 01.01.2017 bis 31.12.2018

 

Federführende LEADER-Region (Lead Partner): LEADER-Region „Zeitkultur – Oststeirisches Kernland“, Österreich

 

Weitere Projektpartner: LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“, Deutschland sowie LEADER-Region „Västra Smaland“, Schweden

 

Aktivitäten: Die geplanten Tätigkeiten umfassen drei Hauptthemen:

 

  • Bessere berufliche Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt: Zur besseren beruflichen Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt ist die Zusammenarbeit mit lokalen KMU von entscheidender Bedeutung. Auch der Bildungssektor spielt hierbei eine wichtige Rolle. Durch eine aktive Unterstützung der lokalen Jugendlichen im Allgemeinen (mit oder ohne Migrationshintergrund) soll die Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden.
     
  • Nutzung von Kultur und Kreativität als Elemente mit integrativer Wirkung: Die an dem transnationalen Kooperationsprojekt beteiligten ländlichen Gebiete sind reich an kulturellen Organisationen und kreativen Projekten (z.B. FlotART oder der Verein Kunstspirale e.V.). Diese lokalen kreativen Interessengruppen und Vereine sind aufgeschlossen und bereit, zur Integration von (jungen) Geflüchteten beizutragen und leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten. Diese Aktivitäten sind eine gute Basis für einen interkulturellen Austausch, globales Lernen und sinnvolle kreative Aktivitäten (z.B. in der Freizeit oder zur Traumabewältigung).
     
  • Unterstützung von Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten: Die Koordinierung der Unterstützung von Geflüchteten stellt eine entscheidende Aufgabe bei der Integration in die westliche Gesellschaft dar. Das Handlungsfeld konzentriert sich auf die Arbeit lokaler Freiwilliger und soll Wege aufzeigen, wie das ehrenamtliche Engagement nachhaltig gestärkt werden kann. Dies beinhaltet z.B. Ausbildungsmaßnahmen zum Integrationslotsen, wie in diesem Jahr in der LEADER-Region „Aller-Fuhse-Aue“ durchgeführt wurden. Es umfasst aber auch den Austausch bewährter Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auch den Freiwilligen gewidmet sein, die selbst einen Migrationshintergrund haben (besondere Sprachkenntnisse, besseres Verständnis der verschiedenen Kulturen).

 

In der Zeit vom 17. bis 20. Mai besuchten Vertreterinnen und Vertreter der schwedischen LEADER-Region Västra Småland und der österreichischen LEADER-Region Oststeirisches Kernland die Region Aller-Fuhse-Aue. Der Auftaktveranstaltung am Mittwoch folgte tags darauf im Amtshof Eicklingen für Gäste wie hiesige Haupt- und Ehrenamtliche ein intensives interkulturelles Kommunikationstraining. Besonders dank vieler praktischer Übungen wurde verdeutlicht, welche Chancen ein gut geschultes Zugehen auf Flüchtlinge bietet. Tag drei der Zusammenkunft stand im Zeichen praktischer Beispiele. Die sieben Österreicher und neun  Schweden teilten sich in zwei Gruppen auf und besuchten das KESS  Familienzentrum in Nienhagen und die Kunstspirale in Hänigsen sowie die Vereine Landungsbrücke und Ausbildung im Verbund pro regio sowie das Familienhaus in Uetze.

Projektbewertungsbogen
Bewertungsbogen transnationales Kooperat[...]
PDF-Dokument [15.1 KB]

Schutz von Natur und Landschaft durch ein gemeinsames Konzept zum Hochwassermanagement im Mittel- und Unterlauf der Aller


Projektträger: Samtgemeinde Flotwedel


Kooperationspartner: Samtgemeinde Ahlden, Gemeinde Dörverden, Gemeinde Hambühren, Gemeinde Kirchlinteln, Samtgemeinde Rethen/Aller, Samtgemeinde Schwarmstedt, Gemeinde Wietze, Gemeinde Winsen/Aller, Stadt Celle, Samtgemeinde Wathlingen, Gemeinde Uetze, Samtgemeinde Meinersen und Samtgemeinde Lachendorf


Ort: Mittel- und Unterlauf der Aller


Förderung über: NLWKN (Hochwasserschutz im Binnenland)


Investitionskosten: 260.000 Euro


Fördersumme: 175.000 Euro


Umsetzung: 2017-2019


Projektbeschreibung: Für ein großes Teileinzugsgebiet, im Mittel- und Unterlauf der Aller (zwischen Meinersen und Verden) soll ein interkommunales, integratives Hochwasserschutz-Gesamtkonzept (HWS-GK) erstellt werden. Dafür haben sich zahlreiche Kommunen im Einzugsgebiet der Aller im Rahmen einer Hochwasserpartnerschaft zusammengeschlossen.


An ihrer Mündung in die Weser bei Verden ist die Aller nicht nur deren größter Nebenfluss, sondern zugleich der größte nicht ins Meer mündende Fluss Norddeutschlands. Die Aller ist als Risikogewässer (nach HWRM-RL) ausgewiesen. Vom Gewässer gehen nicht unerhebliche Hochwassergefahren aus. Besonders betroffen sind die Einzugsgebiete des Mittel- und Unterlaufes der Aller. Die Aller nimmt über die Oker und die Leine etwa die Hälfte der aus dem Harz abfließenden Wassermenge auf. Dementsprechend ist das Projektgebiet vor allem durch diese Nebenflüsse häufig Überflutungen ausgesetzt. Die bei HQ100 überschwemmten Flächen des Aller Einzugsgebietes beinhalten zahlreiche Wohnbauflächen, Industrie- und Gewerbeflächen, bzw. Flächen gemischter Nutzung und große Gebiete landwirtschaftlicher Nutzung (80 % des Überschwemmungsgebietes der Aller sind landwirtschaftliche Nutzflächen). Im Aller Gebiet sind zahlreiche Fehlhöhen von Deichen bis 50 cm bekannt (ab Celle bis zur Mündung in Weser). Die aktuellen Problemstellungen der unterschiedlichen Kommunen als Unter- und Oberlieger unterscheiden sich fachlich, sachlich und in der Wahrnehmung des Gefahrenpotenzials erheblich. Bislang wurden zur Hochwasservorsorge vor allem lokale Maßnahmen durchgeführt – meist technischer Hochwasserschutz - die dem gemeindlichen Siedlungshochwasserschutz dienen.


Das HWS-GK soll sinnvolle Maßnahmen für einen überregionalen Hochwasserschutz erstellen und bewerten. Ziel des EZG-HWS soll die Erarbeitung von Maßnahmen sein, die allen beteiligten Hochwasserpartnern gerecht werden, um in der Summe für die Zukunft einen besseren Hochwasserschutz /Hochwasservorsorge zu gewährleisten. Das HWS-GKs soll Möglichkeiten des natürlichen Wasserrückhaltes in der Fläche untersuchen und technische Maßnahmen dort ergänzen, wo sie unumgänglich sind.

 

Anbahnungsgespräche mit der LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“


Zentrales Ziel der LEADER-Methode ist es, mit anderen LEADER-Regionen in einen Austausch zu kommen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Im August 2016 fand im Amtshof Eicklingen ein erstes Anbahnungsgespräch zwischen den LEADER-Regionen „Aller-Fuhse-Aue“ und „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ statt. Im Rahmen dieses Gesprächs wurden die folgenden Themen als potenzielle Kooperationsansätze identifiziert:

 

  • Wissensnetz (Erfahrungsaustausch)
     
  • Geflüchtete (Erfahrungsaustausch)
     
  • Kunst (Kunstspirale e.V., FlotART e.V., Stiftung Anatol Buchholtz-Fux, EKIS (Es kracht im Schacht) e.V.)
     
  • Aller als verbindender Fluss
     
  • Ärztliche Versorgung auf dem Lande
     
  • Energie und Umwelt (Übergang konventioneller Energie zu neuen Energien, hier Erdöl, dort Braunkohle)

 

Die Gespräche für ein gemeinsames Kooperationsprojekt werden in 2017 fortgesetzt.